Für Einen neuen Klang in Riga
23.04. · Dorfkirche Schönefeld
03.06. · Pfarrkirche Pankow, Berlin
14.06. · Heilandskirche Sacrow
Wie schon auf unserer Website erklärt, setzt sich der Förderverein Orgel Dom Riga e.V. dafür ein, dass im Dom zu Riga eine neue Barockorgel nach dem Vorbild von Heinrich Andreas Contius (1708–1795) entstehen kann. Als „Bach-Orgel“ gedacht, soll sie ein barockes Gegenstück zur berühmten romantischen Walcker-Orgel bilden – und Riga um eine weitere, originale Klangwelt zu bereichern. Dieses Instrument soll mehr sein als ein Neubau: Es geht um einen eigenständigen barocken Klangpol – transparent, lebendig und stilistisch überzeugend, gebaut mit heutiger Präzision und in enger Orientierung an historischen Vorbildern.
Darum lud der Förderverein im Frühjahr/Sommer 2026 zu drei Benefizkonzerten in Kirchen mit Orgeln der Dresdener Werkstatt von Kristian Wegscheider ein. Die Orte waren bewusst gewählt: Hier konnte man erleben, wie sorgfältig gebauter Orgelklang einen Raum erfüllt und zugleich eine Vorstellung gewinnen, mit welchem Anspruch das Projekt im Dom zu Riga voranschreitet.
Die Konzertreihe verband hohe Spielkunst mit einem persönlichen Zugang zum Instrument: Renommierte Organistinnen und Organisten gestalteten die Abende gemeinsam mit engagierten Studierenden der UdK Berlin und vielen weiteren Künstlern. So traf Erfahrung auf frische Neugier und das Publikum erlebte die Orgel als lebendiges Konzertinstrument, nicht als fernes „Monument“.
1. Konzert: 23. April 2026 · Feldsteinkirche Schönefeld
Heena Lee studiert nach ihrem Bachelorabschluss in Korea derzeit Orgel im Masterstudiengang an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Henry Fairs. Seit ihrem Debütkonzert 2024 in Seoul ist sie regelmäßig in Korea und Deutschland zu hören. Durch internationale Meisterkurse erweitert sie kontinuierlich ihr Repertoire. Besonders am Herzen liegt ihr, den Menschen mit ihrer Musik Trost und Wärme zu schenken.
geb. 2001; Südkorea
Aleksandr Volkov studiert Orgel an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Prof. Henry Fairs, ergänzt durch ein Cembalostudium bei Avinoam Shalev. Der vielfach ausgezeichnete Musiker konzertiert als Solist und Kantatenorganist in mehreren europäischen Ländern. Seine künstlerische Arbeit ist geprägt von stilistischer Offenheit und großer musikalischer Neugier.
geb. 2003; Glasow/Russland
Hanna Cho studierte Orgel in Südkorea und setzte ihre Ausbildung mit einem Master an der Musikhochschule Lübeck fort. Derzeit absolviert sie das Konzertexamen an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Henry Fairs. Beim XVII. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb wurde sie mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Besonders am Herzen liegen ihr das barocke und norddeutsche Orgelrepertoire.
Alter: 29; Südkorea
Das Programm:
H e e n a L e e:
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)
– Orgelsonate Nr. 1, op. 65
Robert Schumann (1810-1856)
– aus: 6 Studien in kanonischer Form, op. 56, Nr. 4 Innig
A l e k s a n d r V o l k o v:
Johann Sebastian Bach
– Adagio d-Moll, Bearbeitung nach dem 1. Satz der Sonate für Violine solo g-Moll BWV
– Fuge d-Moll BWV 539/2 nach dem 2. Satz (Allegro)
H a n n a C h o:
Johann Sebastian Bach
– Präludium und Fuge; E-Dur; BWV 566
Dieterich Buxtehude
– Präludium ex g, BuxWV 148
Rudīte Livmane studierte Klavier, Orgel und Schulmusik an der Musikakademie Riga sowie Kirchenmusik in Lübeck. Anschließend spezialisierte sie sich an der Hochschule für Künste Bremen auf Alte Musik und historische Aufführungspraxis bei Harald Vogel, Klaus Eichhorn und Hans-Ola Ericsson. Ab 2009 forschte sie in Riga zur Kirchenmusik des 18. und 19. Jahrhunderts in Lettland.
Seit 2007 wirkt sie als Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow in Berlin. Dort leitet sie den Chor, Kinderchor und das "collegium instrumentale" und gestaltet ein vielseitiges Konzertleben mit Oratorien, Kammermusik und internationalen Musikprojekten. Als Organistin konzertiert sie regelmäßig im In- und Ausland.
Das Programm:
Peteris Vasks (1946)
– Landscape with birds
Johann Gottfried Müthel (1728-1788)
– Sonate für Flöte und Basso continuo
– Polanaise für Flöte, zwei Violinen und Basso continuo
Improvisationen über 2 lettische Volkslieder
– „Es izkulu kunga riju” ( Hab den Roggen ausgedroschen)
– „Krauklits sez ozola“ ( Sitz der Rab’ auf der Eich’)
Janis Medins (1890- 1966)
– Aria Agita Rando – Tango · Anna’s Song
Janis Ivanovs (1906-1983)
– 2. Satz aus dem Konzert für Cello und Orchester
Romualds Kalsons (1936-2024)
– Praeludium, Gloria aus der Messe(1990)
Rihards Dubra (1964)
drei geistliche Chorwerke
– O crux ave
– Miserere mei
– Allmächtiger Gott Psalm 25 (Text: Kerstin Krug)
Raimonds Tiguls (1972)
– „Dod, Dievini“ ( Gibt uns Gott); Text: Nora Ikstena
Georg Michael Telemann (1748-1831)
– Heilig ist Herr Zebaoth (...nach der Handschrift in der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn)
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Ausführende:
Anete Graudina, Gesang · Gerrit Fröhlich, Flöte · Susanne Henschel, Violine · Alke Seela, Violine · Jaqueline Wolff, Viola · Katrina Anna Rando, Violoncello · Uwe Hirth-Schmidt, Violoncello · Anna Vavilkina, Orgel · Matthias Wilke, Orgel · Agita Rando, Klavier ·. Johannes Hamann, Pauken · Bernhard Runge, Oboe · Projektchor Alt-Pankow und Mitglieder RIAS Kammerchor
Dr. Rudite Livmane, Organisation, Leitung und Orgel
Prof. Henry Fairs (geb. 1976) ist britischer Organist und seit dem Wintersemester 2020/21 Professor für künstlerisches Orgelspiel an der Universität der Künste Berlin (UdK). Als international konzertierender Musiker ist er auf historischen wie modernen Instrumenten zu Hause und wurde mehrfach bei bedeutenden Orgelwettbewerben ausgezeichnet (u. a. Odense, Chartres, St Albans, Paris).
In seiner UdK-Orgelklasse verbindet er stilistische Offenheit mit handwerklicher Präzision – viele seiner Studierenden sind bereits selbst Preisträgerinnen und Preisträger. Das Publikum erlebte hohe Spielkunst und zugleich einen unmittelbaren Zugang zum Instrument.
Sein Programm:
Heinrich Scheidemann (1596 - 1753):
– Preambulum in G
Johann Sebastian Bach (1685 - 1750):
– Fantasia und Fuge c-Moll , BWV 537
Johann Gottfried Müthel (1728 - 1788):
– Fantasia in F
Johann Ulrich Steigleder (1593 - 1635):
– Vater Unser: „Die 40. und letzte Variation,
auf Toccata Manier, 4. Vocum.”
Girolamo Frescobaldi (1583 - 1643):
– Canzona Quarta (aus ”Il Libro di Toccate)
Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788):
– Fantasia und Fuge c-Moll
Johann Sebastian Bach:
– An Wasserflüssen Babylon, BWV 653
Georg Muffat (1653 - 1704):
– Toccata Septima (aus „Apparatus musico-organisticus” von 1690)
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